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Trivial seit 2001

Von Höhen und Tiefen

oder: Der Hauch des Todes.

Nach der guten Nachricht vom letzten Samstag heute der Grund, warum ich unter der Woche schon wieder nichts bloggen konnte.

Ich will hier keine lange Geschichte daraus machen, auch wenn es mich selbst (physisch und psychisch) ganz schön mitgenommen hat. Bin am Montag krank geworden und lag dann von Dienstag bis Freitag wegen einer Malaria tropica im Krankenhaus. Dank dem Wunder der Medizin bin ich innerhalb kürzester Zeit malaria- und fieberfrei geworden. Aber das Fieber und die Nebenwirkungen der Medikamente haben ganz schön geschlaucht. Darum soll ich mich noch mindestens eine Woche schonen.

Ich habe bisher immer einen großen Bogen um Arztpraxen und Krankenhäuser gemacht (und werde ich in Zukunft hoffentlich auch wieder tun), aber ich hatte am gestrigen Tag, dem Tag meiner Entlassung, doch tatsächlich so etwas wie Bewunderung gegenüber meiner behandelnden Ärztin verspürt. Die Bewunderung war eigentlich gar nicht rein persönlicher Natur sondern eher viel allgemeiner der Medizin gegenüber. Mir kamen die letzten fiebrigen Tage zwar wie Wochen vor, aber im Nachhinein betrachtet lagen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome bis zu meiner gestrigen Entlassung gerade einmal fünf(!) Tage. NUR FÜNF TAGE FÜR DIE HEILUNG EINER TÖDLICHEN INFEKTION!!!

Ich hatte Glück. Glück, dass die Krankheit so schnell behandelt werden konnte. Natürlich denke ich jetzt auch viel über die Landsleute meiner Frau nach. Sie und ihre Familie können sich den Arzt, der die Diagnose stellt, und die heilenden Medikamente dazu leisten. Aber die meisten Nigerianer können es nicht. Bist Du reich, lebst Du. Bist Du arm, stirbst Du. Und dass finde ich krass.

Und der ach so sozial schwache Teil unserer Bevölkerung bzw. dessen selbsternannte Stellvertreter jammern über 10 EUR Praxisgebühr pro Quartal.

23. Juli 2005, 23:56 Uhr

Kommentare

  1. Wenn ich Leute sehe, welche mit ihrem ALG II oder der Sozialhilfe auskommen müssen, welche Mühen, Strapazen, Sorgen und Nöte die haben, dann muss ich schon sagen: 10 Eur können sehr sehr viel Geld sein.


    Natürlich gibt es Schlimmeres, u.a. auch die Armut und Not in Afrika (und allen anderen Ländern der Welt), das heißt dann aber nicht, dass die Probleme anderer eigentlich belanglos sind.



    Freut mich, dass es dir wieder gut geht, weiterhin gute Genesung…


    — taffit · 24. Juli 2005, 10:35 Uhr · #

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